2016-02 Wespennest bei Renate und Helmut Jung

Beim Dorfcafé im Februar erhielt ich von Renate und Helmut Jung einen Hinweis, dass sie ein großes Wespennest aus einem alten, kleinen und schlecht zugänglichen und viele Jahre ungenutzten Raum oben in der Scheune gefunden und entfernt hätten. Für Fotos hätten sie es aufgehoben.

Renate zeigte mir das große Wespennest, dass sie in der Garage liegen hatten. Es war unförmig und hatte ca. 50 cm im Durchmesser. Eine erstaunliche Konstruktion zeigte sich, als ich es ein wenig in Einzelteile zerlegte (bevor es in der Biomülltonne verschwand). Ich zählte 14 Stockwerke in diesem zarten und leichten Gebäude. Die Öffnungen der Waben zeigen beim Nest nach unten und werden auch als Lagerstätte genutzt und bei Bedarf verschlossen. Zwischen Außenhülle und Waben war ein kleiner Luftspalt zu sehen. Durch ihn gelangen die Wespen von einem Stockwerk zum nächsten. Die erstaunlich leichte und fragile Außenhülle besteht aus mehreren Schichten und isoliert gut gegen Hitze und Kälte. Das Baumaterial für ein solch aufwendiges Nest finden sie vorwiegend an verwitterten Holzoberfllächen, etwa bei Brettern, Masten und abgestorbenen Bäumen. Es wird mit Speichel vermischt und mit den Waben oder Außenhaut verbunden.

Tausende Waben war das Zuhause der Wespen gewesen. Zum Größenvergleich ist ein Päckchen mit Taschentücher bei einigen Fotos zu sehen.

 

Wespen sind übrigens sehr nützlich z. B. bei der Insektenvertilgung und fast völlig ungefährlich.

 

Ich danke Renate und Helmut, dass sie mir die Gelegenheit für diese seltenen Aufnahmen gegeben haben.

 

Schön, dass immer mehr Mudenbacher und Hanwerther Mitbürger mir Gelegenheit geben, ihre Geschichten, Anekdoten, Erwähnenswertes und Fotos mit ihrem Einverständnis zu veröffentlichen.

 

Fotos: Rainer Thiel