Balzar von Flammersfeld

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des MGV Mudenbach war bestimmt die Aufführung des Theaterstückes des "Balzar von Flammersfeld" im Jahre 1925. Die Aufführung fand in der Nähe des Steinernen Pfeilers unter Mitwirkung der Sänger und einiger Mitglieder des Kriegervereins auf einer Holzbühne unter freiem Himmel statt. Die Kostüme bezog man z. T. leihweise aus Siegen.

 

Auf besonderen Wunsch wurde diese erfolgreiche Aufführung noch einmal wiederholt.

 

Der MGV hatte zu dieser Zeit etwa 40 aktive Sänger (die Zahl erhöhte sich nach dem 2. Weltkrieg auf fast 50 Sänger).

 

Quelle: auszugsweise aus der Chronik von Mudenbach, Seite 428/429, von Dr. Markus Müller,

            Foto 002 und 003 stellte Irene Ehlgen zur Verfügung

Die Lebensgeschichte des Balzar von Flammersfeld

Andreas Balzar (genannt Balzar von Flammersfeld, eigentlich Andreas Ludwig Balzar; * 28. Januar
1769 in Höchstenbach (Westerwald); † 3. Oktober 1797 in Westerburg) war ein deutscher Räuber.

Er gestand in articulo mortis, 21 Offiziere mit eigener Hand getötet zu haben.

 

Die ehrlose Tat eines Offiziers ebenso wie die Hinrichtung des Balzars fiel wohl in die Zeit des langsamen Rückzugs des franz. Heers aus dem Westerwald. Hierbei kam 1796 auch General Marceau bei Höchstenbach ums Leben, dem dort ein Denkmal gesetzt wurde, weil er sich in diesem Kriege gegen blindwütige Zerstörung und Übergriffe seiner Soldaten und Offiziere einsetzte - aber in diesem Falle vergebens.