Geschichte bis 1990

Bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg, im Jahr 1920, entstand in Mudenbach der Fußballclub FCM.
Der 1. Vorsitzende war Carl Bender. Auf privaten Wiesengrundstücken fanden die ersten Spiele statt, aber schon 1921 wurde "Im Schlüssel" (auf dem Steimel) ein Grundstück als Spielfeld zur Verfügung gestellt und begradigt.

Alfred Thiel, damals Tormann (s. Foto 002 und 003), berichtete mir, dass in Mudenbach für kurze Zeit zwei Mannschaften existierten, eine fürs Oberdorf - eine fürs Unterdorf, die sich nach seinen Aussagen auch gegenseitig Spieler abwarben - das gabs also damals schon....! An der Begradigung des Spielfeldes "Im Schlüssel" hatte Alfred Thiel selbst noch mitgearbeitet.

Die Jugendarbeit in Mudenbach begann im Jahr 1922 - ein bemerkenswert früher Zeitpunkt für den Westerwald.
Nach einigem Auf und Ab in den folgenden Jahren wurde 1929 ein neuer Platz "Auf der Höh" am Ortsausgang angelegt, jedoch in Nord-Süd Richtung und mit starkem Gefälle. Den Vorsitz in diesen Jahren hatte Otto Schmuck inne.

In der historischen Bildergalerie sind schon aus dieser "Gründerzeit" Bilder mit aktiven Spielern zu sehen. Diese Bilder findest du auch auf dieser Seite weiter unten in der Galerie "SV Mudenbach bis 1963"!

Mit erfolgreicher Teilnahme waren auch Sportler aus Mudenbach an Waldläufen und anderen
Leichtathletik-Disziplinen beteiligt. Dazu gibt es auch noch alte Urkunden, so z. B. aus den Jahren 1932 und 1933.

Ab 1935 folgte dann durch die Nazi-Verordnungen die Gleichschaltung der Vereine für Leibes-
übungen, die aber schon zu diesem Zeitpunkt als Fitness-Vorbereitung zum Wehrdienst anzusehen sind.
Bedingt durch die Engstirnigkeit des faschistischen Systems und eingezwängt in dieses ideologische Korsett wurde auch die freie Meinungsäußerung und schriftliche, ehrliche Fortsetzung der Vereinschronik unterdrückt.
So fehlen, ebenso wie in der Schulchronik, auch aus dieser Zeit bis 1946 jegliche konkrete Aufzeichnungen.

1946 begann wieder der Spielbetrieb - alles war sehr schwierig, weil im 2. Weltkrieg 50 junge Mudenbacher und Hanwerther Männer gefallen und/oder vermisst waren; ohne diejenigen, die schwere Verwundungen davontrugen. Zudem wurde noch vieles eingeschränkt durch die französische Besatzungsmacht und deren Anordnungen.

Der alte Platz mit starkem Gefälle wurde 1957 begradigt und vergrößert, aber der Verlauf war immer noch in Nord-Süd Richtung ausgerichtet. Wir Schüler mussten unter Lehrer Mufka im Sportunterricht den Platz von Steinen befreien. Die Trikotfarben des SV Mudebach waren grün/weiß.
1. Vorsitzender in diesen Jahren war Fritz Lawrenz, der Dank seiner Verdienste und Einsatzes im Jahr 1986 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.



Fusion mit Borod 1963: (eigene Homepage: http://bor-mud.de/ )

1963 erfolgte die Fusion mit Borod zu der SV Borod-Mudenbach. U. a. führten nach der Fusion Otto Mann, Paul Hoben und Günter Knecht als Vorsitzende die Geschicke des Vereins.
Integriert in den Verein waren die Abteilungen Tischtennis, Leichtathletik und Gymnastik sowie die Fußballjugendmannschaften.
Horst Dressel aus Mudenbach trainierte und führte in den 60er Jahren "seine" Leichtathletik-Jugend zu guten Erfolgen im Kreis Ober- und Unterwesterwald sowie im Kreis Altenkirchen.

Von 1970 - 1973 wurde der neue Rasenplatz geplant und jetzt in Ost-West Richtung mit den erforderlichen Maßen gebaut. Die Einweihung im Juli 1973 wurde vom ganzen Dorf begeistert gefeiert.
Mitte der 70er Jahre wurde der neue Rasenplatz in Borod angelegt und 1976 eröffnet. Die Pflege, Wartung und Instandhaltung liegt in den Händen des SV Borod-Mudenbach.

Von 1975 - 1987 war wohl die erfolgreichste Zeit der 1. Fußballmannschaft, u. a. mit dem Aufstieg 1986 von der C in die B-Klasse unter der Leitung des Trainers Bruno Gerhards, dem aber bereits im folgenden Jahr wieder der Abstieg in die C-Klasse folgte.

Fussball 1925

Hier ein paar Dokumente für die Zeit um 1925

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