Reisebericht Rötspitze von Ramona Bender (heute Haas)

Gipfelsturm zur Rötspitze
Des Gipfelsturms Geschichte,
ich nachfolgend euch berichte:
Am 2. Juli da wurde gestartet,
nachdem wir wieder ein Jahr gewartet.
Alle Sorgen des Alltags zurückgelassen,
das Wetter genial, wir konnten unser Glück kaum fassen.
Die Rötspitze, die sollte es diesmal sein,
das wussten wir vier bereits daheim.
Der Gipfelsturm, er war unser Traum,
es war sensationell, wir glaubten es kaum.
Vier Frauen in seltsamer Konstellation,
erzeugten schon manches Mal männlichen Hohn.
Doch Mutter mit Tochter und Freundin und Tante,
scheuen weder Riss noch Kante.
Mit Bergführer Lois, dem einzigen Mann in der Runde,
verbrachten wir schon manch lustige Stunde.
Um vier Uhr morgens von der Clara Hütte losgegangen,
wurden wir vom Gipfel im Sonnenlicht zugleich empfangen.
Blumen, Gräser, Schnee, Fels und Eis – all das gab es zu sehn´,
die Leute zuhaus´ konnten unsre´ Euphorie nur schwerlich verstehn´.
Mit der Sonne im Rücken den Gipfel erstiegen,
wir konnten gar nicht genug davon kriegen.
Oben angekommen, dort hielten wir inne,
ein überragend´Gefühl und Fest für die Sinne.
Jeder für sich schwieg einige Zeit,
genoss den Moment bis zum Abstieg bereit.
Am Abend im Tal bei Schlipfkrapfen und Marillen,
weiteten sich langsam unsre´Pupillen.
Ein Gipfelschnaps, oder zwei oder drei….
Das Tageserlebnis zog noch einmal vorbei.
Müde hatte der Lois uns gemacht,
um halb neun begann daher unsere Nacht.
Heimweh hatten wir bei Abreise alle nicht,
bei uns sind nun mal, leider, keine Berge in Sicht.
Wieder einmal erlebten wir unvergleichliche Tage,
nächstes Jahr kommen wir wieder, keine Frage!

Fotos und Geschichte der Besteigung in Versform von: Ramona Bender (heute Ramona Haas)


Die Rötspitze - (Erklärung):
Die Rötspitze (italienisch: Pizzo Rosso), früher auch Welitzspitz genannt, ist ein, laut Literatur 3495 Meter, laut österreichischem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen 3496 Meter hoher Berg der westlichen Venedigergruppe. Die Spitze liegt in den Hohen Tauern, einem Teil der Zentralalpen, genau auf der seit 1919 bestehenden Staatsgrenze zwischen der italienischen Region Südtirol und dem östlichen Teil des österreichischen Bundeslandes Tirol.
Der Berg besitzt eine große geografische Dominanz gegenüber der Umgebung, da er durch seine Höhe alles überragt. Neben dem Hauptgipfel gibt es noch einen 3350 Meter hohen Nordostgipfel.