Verleihung Zelterplakette in Hermeskeil - 2010

Der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz hatte für den 20.06.10 zu einer Feierstunde anlässlich der Verleihung der Zelter- und der PRO MUSICA-Plakette in die Hochwaldhalle nach Hermeskeil eingeladen.
Der Vorsitzende und weitere 4 aktive Sänger machten sich auf den Weg, um diese begehrte Auszeichnung aus den Händen von Herrn Staatsministerin Walter Schumacher in Empfang  zu nehmen.
In der Hochwaldhalle angekommen, wurde der Festakt von der Stadtkapelle Hermeskeil unter der Leitung von Gerhard Piroth eröffnet.
In seiner Ansprache begrüßte der Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz, Günther Schartz, viele Ehrengäste sowie politische Gäste aus der Region. Darunter auch die Vertreter der kooperierenden Chorverbände und des Musikschulverbandes.
Er gratulierte allen anwesenden Chören und Musikvereinen, die eine kulturelle Bereicherung der Gesellschaft darstellen. Schartz umriss bei dieser Gelegenheit noch einmal kurz die Geschichte des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz, „der eine starke musikalische Gemeinschaft aus 830 Musikvereinigungen darstellt, in denen 36.400 aktive Musikerinnen und Musiker, davon rund 20.500 Mitglieder unter 27 Jahren, musizieren“. Unterstützt werde der Landesmusikverband darüber hinaus von nahezu 78.000 Fördermitgliedern, betonte Schartz und verwies auf die hervorragende Jugendarbeit. Die jahrelangen Bemühungen des Landesmusikverbandes um die Gleichstellung des kulturellen Ehrenamtes seien 2005 von Erfolg gekrönt gewesen. Sein Dank galt an dieser Stelle dem Ministerium für die jährliche Förderung in Höhe von 102.000 Euro. Der Landesmusikverband sei durch den Landesmusikrat Rheinland-Pfalz seit 2005 Destinatär der Glückspirale, die Erträge hieraus würden für qualitative musikalische Aus- und Weiterbildung eingesetzt, betonte der Präsident.
Nach einem weiteren Musikstück der Stadtkapelle Hermeskeil kam es nun zur Ansprache und Verleihung der Zelter- und Pro Musika-Plaketten durch den Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Herrn Walter Schumacher.

„Die Landesregierung hat der Laienmusik, und damit dem gesamten Chor- und Instrumentalwesen, immer einen hohen Stellenwert zuerkannt. Durch sie wird ein großer Teil des rheinland-pfälzischen Kulturlebens geprägt und gestaltet. Vor allem in ländlichen Gebieten ist sie eine tragende Säule. Ohne sie würden viele Feste und Veranstaltungen nicht ihren eigenen Charakter besitzen oder manchmal gar nicht stattfinden können“, führte er aus. Musikvereine und Chöre dienten der Gesellschaft, indem sie Erziehung leisteten, Bildung vermittelten und durch eine umfängliche Basis- und Breitenarbeit den Boden bereiteten für kulturelle Spitzenleistungen. Dies alles verdiene die Unterstützung mit öffentlichen Mitteln, so Schumacher weiter. Er dankte dabei vor allem denjenigen, die durch ihr meist ehrenamtliches Engagement mit hohem persönlichem Arbeitseinsatz dieses wichtige kulturelle Gut mit Leben füllten und sich gleichzeitig stetig um Nachwuchs bemühten. Eine wichtige Stütze sei dabei die Struktur des Vereinswesens, die das breite Angebot an kulturellen Betätigungen und Aufführungen für viele begeisterte Musikerinnen und Musiker ermögliche. Mit rund 2.500 weltlichen Chören und über 800 Musikvereinen verfügt Rheinland-Pfalz über ein dichtes Netz an musikalischen Vereinigungen.
Die Vertreter jedes Chores oder Musikvereins wurden nun einzeln zur Bühne gebeten und bekamen nun die Plakette mit einer dazu gehörenden Urkunde, die von Bundespräsident Köhler unterschrieben war, überreicht.
Nachdem dann alle Fotos geschossen waren, kam die Chorgemeinschaft Issel - Schweich unter der Leitung von Johannes Klar zum Auftritt.
Dankesworte sprach der Präsident des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Karl Wolff, der mit einem Zitat von Victor Hugo „Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“ begann und noch einmal die Bedeutung der Musik gerade in der heutigen Gesellschaft hervorhob. Musik sei weit mehr als nur den Bogen über eine Saite zu ziehen, in eine Trompete zu blasen oder den Mund aufzumachen und los zu singen, sagte Wolff. Die Laienmusik sei ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Geschehens, die zu einer der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben unserer Zeit gehöre. Es sei bewiesen, dass Kinder und Jugendliche viel weniger aggressiv seien, sich besser konzentrieren könnten und insgesamt ausgeglichener seien, wenn sie singen und musizieren, betonte Wolff und verwies an die wichtige Vereinsarbeit und die dringend notwendige Nachwuchsförderung.
Das Vokalensemble St. Martin Schweich, ebenfalls unter der Leitung von Johannes Klar, sorgte für den krönenden musikalischen Abschluss einer sehr festlichen Veranstaltung.

Der Präsident Günther Schartz bedankte sich bei allen Mitwirkenden, auch hinter den Kulissen, insbesondere bei der Geschäftsführerin Hiltrud Bürkle für die hervorragende Organisation sowie den Sponsoren Keller und Weyer von der Sparkasse Trier.
So nahm denn ein durchaus gelungener Festakt sein Ende und wir Sänger machten uns mit Stolz geschwellter Brust auf die Heimreise.

Ottmar Görtz - Vorsitzender

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